Aktuell

Winterprojekt 2020

Die Proben sind leider aufgrund der aktuellen Lage bis Ende November abgesagt!

Für unser Winterprojekt wenden wir uns der romantischen Sakralmusik zu. Franz Schuberts „Deutsche Messe“ aus dem Jahr 1826 setzt eine deutsche Übersetzung des lateinischen Messtextes in schlichte, vierstimmige Musik von ergreifender Innigkeit.
Dazu singen wir Motetten des grossen Frühromantikers Felix Mendelssohn-Bartholdy, die für den Gebrauch im liturgischen Kontext geschaffen wurden.
Sowie die heute nahezu in Vergessenheit geratenen Synagogenmusik des mit Mendelssohn befreundeten Komponisten Louis Lewansowski, die traditionellen hebräischen Weisen in das Klanggewand frühromantischer Musik setzen.

Youtube-Aufnahmen dieser Werke:
https://www.youtube.com/watch?v=P9O0VLBhsRU
https://www.youtube.com/watch?v=bFqpGnuguHc
https://www.youtube.com/watch?v=Qrn8lHr5U_4

Auftritte haben wir noch keine eingeplant.
Wahrscheinlich wird das Projekt im 2021 weitergeführt.

Proben:

jeweils 18:15-19:45 in der Spittelkapelle.
Neuanmeldungen: Hier anmelden

Oktober 2020
14. / 21. / 28.

November 2020
4. / 11. / 18. / 25.

Dezember 2020
2. / 9. / 16.

zum Konzert unseres Dirigenten Moritz Achermann:

Auf waghalsigen Trips

Der Bund, 24. September 2020

Berner Woche

Marianne Mühlemann

Held der Woche Moritz Achermann

Funktion: Chorleiter, Theatermusiker, Sänger, Komponist und Henry-Purcell-Fan.

Heldentaten: Bringt an einem Abend sämtliche Opern von Henry Purcell auf die Bühne.

Empfohlen für: Barock- und Opernfreunde mit Humor und Sinn für Tempo.

Keine Angst. Der Mann weiss, was er tut. In „Spielwiese“, seinem jüngsten Projekt, bringt er gemeinsam mit der renommierten Freitagsakademie und einem Solistenensemble aus Studierenden der Hochschule der Künste Bern Henry Purcells Opern auf die Bühne – sämtliche an einem Abend! „Purcells Musiktheater sind ein Fundus, in dem es noch viel zu entdecken gibt“, schwärmt Moritz Achermann. Der 29-jährige Berner Chorleiter, Komponist und Theatermusiker bezeichnet sich als „Fan“ der barocken Klangzaubereien des mit 36 Jahren früh verstorbenen Engländers.

Achermann hat sein Flair für das gewisse musikalische Etwas bereits früher bewiesen. Furchtlos mischte er mit seinem Chor Suppléments musicaux den Wilden Westen auf („Sieben Cowboys“). Oder wagte sich an stilistische Grenzüberschreitungen in einem Projekt mit Lunik-Sängerin Jaël. Kein Wunder, hat ihn die Burgergemeinde 2014 mit dem Jugendpreis geadelt. Und nun also Purcell, wie Achermann eine schillernde Figur.

Henry war gerade 18, als er seine erste Stelle an der Westminster Abbey antrat, und kein bisschen brav: Als nämlich 1689 in der Kathedrale die Krönung von William III. und Mary II. von England stattfand, witterte er seine Chance. Der Tastenkünstler liess – gegen gute Bezahlung – einige Schaulustige zu sich auf die Orgelempore steigen. Den Aerger, der folgte, nahm er in Kauf. Denn er konnte den zusätzlichen Batzen gut gebrauchen, den ihm der Streich einbrachte.

Die Zeiten waren nicht rosig. Weil der Palast unter dem protestantischen König seine Stellung als musikalisches Zentrum Londons verlor, musste Purcell sich nach neuen Verdiensten umsehen. Er fand sie in Londons Theaterszene. Fortan komponierte er nicht nur Kirchen-, Fest- und Kammermusik, sondern auch Musiktheater. Wie „Dido and Aeneas“ und eine Handvoll Semi-Opern. Semi bezeichnet keineswegs Halbbatziges, sondern meint eine spezielle Form der englischen Barockoper: Gesprochenes Drama wird mit gesungenen, getanzten und instrumentalen Szenen verknüpft.

Moritz Achermann hat aus Purcells Opern die schönsten Arien, Chornummern und Instrumentalstücke destilliert. Und den Berner Autor Michael Nejedly beauftragt, Purcells Opernlibretti zusammenzufassen. Das Resultat: ein Stück, reduziert aufs Maximum. Achermanns Trip durch Purcells Opernuniversum dauert rund 70 Minuten.

Casino Bern

Freitag, 25.9., 18.30 (1. Konzert) und 20.45 Uhr (2. Konzert)